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Hundeschule, Hundeerziehung -
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Markus Satke hinterfragt:
Machen Welpenspielstunden in einer Hundeschule einen Sinn?
Aus meiner langjährigen Erfahrung in unserer Hundeschule München bin ich der Meinung, dass ein Welpe immer zuerst sein eigenes soziales Umfeld, sprich die Familie, das Zuhause und die Umgebung, in der er aufwächst, kennenlernen soll.
Gehen wir einmal von Wölfen aus und stellen uns vor, der Mensch wäre der so genannte Rudelführer, auch wenn er nie der Rudelführer werden kann, da der menschliche Körper dafür gar nicht geschaffen wurde.

Wenn nun eine Wolfs-


Viele Hundeschulen argumentieren: Welpen sollen unter Welpen um soziales Verhalten zu lernen
Hier bin ich ganz anderer Auffassung, denn es gibt große Unterschiede im "sozialen Verhalten lernen" bei:
1. Welpen eines Wurfes innerhalb einer Familie (Geschwister-
und
2. Welpen, die Welpenspielstunden besuchen, wo alle Rassen aufeinander treffen und sich die meist 14 Wochen bis 5 Monate alten Welpen oftmals nur bekriegen und damit keinerlei soziales Verhalten erlernen.
Die Sache mit dem "Welpenschutz"
Viele Hundehalter sind der Meinung, ihr Welpe kann sich bei Kontakt mit fremden Hunden alles erlauben, da er ja "Welpenschutz" hat. Das stimmt unter diesen Voraussetzungen nicht. Welpenschutz hat ein Hund nur innerhalb des Familienrudels/Clans und er sollte auch nicht älter wie 14 Wochen alt sein, denn nur dann hat der Kleine eine gewisse Narrenfreiheit innerhalb der Familie.


Warum sollte also der Mensch mit seinem Welpen in eine Welpenspielstunde gehen, wo dem Welpen nur Schaden und keine soziale Struktur und Sicherheit in der Gruppe gegeben wird?
Das Lernen im eigenen sozialen Umfeld (soziale Prägung) ist der Grundstein für jeden Welpen in unserer heutigen, meist hektischen Welt und nicht das "Sitz", "Platz".
Bieten Sie sich immer als Mensch an und laufen Sie Ihrem Hund (von Anfang an) nicht hinterher, denn er muss "Ihnen" hinterherlaufen. Sehen sie sich als Betreuer und Bezugsperson Ihres Hundes (nicht als Rudelführer) an.
Arbeiten Sie mit Ihrem Hund immer mit Gefühl und Herz und nicht mit Lockmitteln. Der Welpe muss erst Sie als Betreuer und Bezugsperson kennenlernen und annehmen.
Absolut falsch ist es, den Welpen mit Futter vollzustopfen und ihn nur daraufhin zu konditionieren, das er zu Ihnen kommt oder Sitz macht. Oftmals wird diese Lock-




Meine Erfahrungen aus der Hundeschule München
1. Lernen Sie als erstes richtig und ruhig mit Ihren Welpen zu spielen und bieten Sie sich selbst als Spielpartner an. Gleichzeitig kann man beim Welpen die Beißhemmung, die nicht angeboren ist, trainieren, welche ein wichtiger Teil in der Hundeerziehung ist. Die Bindung zu Ihrem Hund wird durch das soziale Spielen gestärkt und Sie werden sehen, dass das Vertrauen von Woche zu Woche wächst. Sie bekommen ein Gefühl für Ihren Hund und der Hund zu Ihnen.
2. Lassen Sie Ihren Welpen nie unkontrolliert Spielsachen oder Bällen hinterherjagen. Dadurch wird der Jagdtrieb des Hundes nur gefördert und könnte später in gewissen Situationen wie beim Begegnen von Radfahrern, Joggern, Autos usw. den Jagd-
3. Vertrautheit mit der Umwelt bekommen.
4. Ein Welpe muss lernen alleine zu bleiben. Er muss an Ihrem Leben, Tagesrhytmus teilhaben, d.h. er muss lernen auch mal eine gewisse Zeit in der Wohnung allein zu verbringen, z.B. wenn Sie Einkaufen gehen müssen etc. (dabei natürlich die Zeitabstände langsam steigern). Bitte nicht umgekehrt. Damit meine ich, dass nicht Sie sich nach seinem Rhythmus/Willen orientieren.
5. Dem Welpen von Anfang an Grenzen setzen. Setzen Sie von Beginn an Grenzen, aber immer mit Ruhe und klaren, kurzen Befehlen. Nie den Hund anschreien oder übertrieben laut werden. Nur eine Bezugsperson, die weiß was sie will, strahlt Sicherheit und Vertrauen beim Hund aus.
Ein Beispiel:
Der Welpe springt hoch und sucht somit den Kontakt zum Menschen. Dann kommt meistens das Argument: "Lass ihn nur, der freut sich halt so!" oder "Ach lass ihn doch den kleinen Wuzi-
Machen Sie sich von Anfang an klar, das alles, was Sie von Ihrem erwachsenen Hund später nicht wollen, der Welpe von Anfang an auch nicht durchsetzen darf. Denken Sie immer daran, das der Hund erfolgsorientiert handelt und um so mehr Erfolge er durchsetzt, um so schwieriger wird es, ihm dieses später wieder abzugewöhnen!!
Und noch einmal: Stecken Sie bei Ihrem Welpen von Anfang an die Grenzen klar ab, mit Ruhe und in normalem Tonfall, denn Welpen sind wie Kinder, sie tasten sich langsam vor, um ihre eigenen Grenzen auszutesten.


Genauso wichtig ist es beim Welpen/Junghund die Reaktionskontrolle langsam zu üben.
Ein Beispiel:
Der Welpe/Junghund sieht einen fremden Hund und läuft auf diesen zu. Er soll aber lernen seine Reaktion unter Kontrolle zu halten und bei Frauchen oder Herrchen bleiben (Befehl: "Bleib"). Erst wenn das OK Zeichen kommt (Befehl "Lauf"), darf er zu dem fremden Hund und mit diesem spielen.
Ich rate jedem Hundebesitzer dies von Anfang an mit seinem Welpen zu üben, denn wenn die Impulskontrolle beim Welpen/Junghund versäumt wird, hat der Hund später Schwierigkeiten, wenn er fremde Hunde entdeckt, trotzdem beim Besitzer zu bleiben.
Auch zum Schutz des Hundes muss die Selbstkontrolle von klein an geübt werden, denn nicht jeder fremde Hund ist sozial eingestellt (ist eher auf Kampf aus). Genauso bietet die Selbstkontrolle einen Schutz dafür, dass Ihr Hund beim Erspähen eines anderen auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht einfach losrennt und somit z.B. einen Autounfall verursacht, wo Mensch und Tier verletzt werden könnten.
Leider gibt es Hunde wie Menschen, die nie gelernt haben, wo ihre Grenzen sind (z.B. in der antiautoritären Erziehung) und deshalb in unserer schnelllebigen Welt gar nicht oder nur schwer zu recht kommen.
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